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Spieldosen/Spieluhren
 
Hier finden Sie umfangreiche Informationen und viele
Fotos zu alten Walzen- und Plattenspieldosen. (Spieluhren)
 
Eine einzigartige Fundgrube dieser z.T. über
 200 Jahre alten Wunderwerke damaliger Technik.
Weitere Infos auf folgenden Seiten:
square30_yellow.gif  Wie man alte Walzen-Spieldosen repariert
square30_yellow.gif  Einfache Restaurierungsarbeiten an alten Walzen-Spieldosen
square30_yellow.gif  Datierung von alten Walzen-Spieldosen
square30_yellow.gif  Spieluhren-Metropole Sainte-Croix / Kleine Spieldosen / Spieldosen ab 1900
square30_yellow.gif  Technische Details zu Walzen-Spieldosen (Spieluhren) Teil 1
square30_yellow.gif  Technische Details zu Walzen-Spieldosen (Spieluhren) Teil 2
square30_yellow.gif  Technische Details zu Lochplatten-Spieldosen
square30_yellow.gif  Blechplatten-Spieldosen. Ausführliche Dokumentation zur Geschichte & Technik
square30_yellow.gif  Zigarettenspender Automaten m. Spielwerk  
square30_yellow.gif  Die Pfeifer Automaten der Firma Griesbaum  
square30_yellow.gif  Links + Adressen + Museen zu alten Uhren- und Spieluhren
 
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mit Glockenspielwek
- Münzautomat -
Hersteller SYMPHONION
Modell Nr. Style-No. 130 
Symphonion um 1900 in Leipzig hergestellt.
Plattendurchmesser 54 cm (21 1/4")
Spieldauer = 1,5 min. pro Platte.
5 Pfg-Münzeinwurf. Mit Münzprüfer.
Spielt recht laut. Der Automat wurde
in Gaststätten aufgestellt.
Modell No. 130 mit Doppelkamm.
(DuplexComb) mit je 60 Stimmzungen
und 10 Zungen für 10 Glocken.
Starker Federmotor mit Kurbelaufzug,
Gehäuse aus Wallnuß mit Aufsatzkrone.
 Literatur---> D. Bowers, Enzyklopedia of
Automatic Musical Instruments S. 229
 
 
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Original-Ton dieses Instruments
hier anhören ! mp3 - 425 KB
 
Ausführliche Informationen nur
zu Lochplatten-Spieldosen gibt es hier
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Eine Spieldose ist ein selbstspielendes
mechanisches Musikinstrument !
 
Man unterscheidet zwei Gruppen:
 
1. Zylinder- Walzen- Spieldosen  = Cylinder Music Boxes
2. Lochplatten-Spieldosen           = Disc Music Boxes
 
Eine weit verbreitete  - aber meiner Meinung nach - irreführende Bezeichnung für eine Spieldose ist allgemein Spieluhr.
Vermutlich kommt die Bezeichnung daher, dass Anfangs Zylinder-Spielwerke u.a. in Taschenuhren eingebaut wurden. Unter Sammlern hat sich die Bezeichnung Spieldose - in England/USA = Music Box - eingebürgert.
 
Die wichtigsten Hersteller für Zylinder-Spieldosen...
L'Epee   -  Abrahams  -  Baker Troll  -  Mermod
Nicole Fréres  -  Paillard   -  B.A. Brémond
...und Lochplatten-Spieldosen
Polyphon - Symphonion - Regina
 
Es begann mit der Erfindung der sogenannten Zungenspielwerke Mitte des 18. Jahrhunderts.
Die meisten dieser Spielwerke wurden in der Schweiz in der Nähe von Genf gebaut.
 
Video mit Ton
 
blue041_next.gif Die Spieluhren-Metropole war
Sainte-Croix im Schweizer Jura.
 
Jede Tonzunge mußte einzeln angefertigt, abgestimmt und dann auf den Zungenbalken aufgeschraubt werden. Eine recht mühsehlige Arbeit.
1790 gelang es, 4 bis 5 Tonzungen aus einem Stück anzufertigen, was schon eine große Verbesserung war.
 
Durch ein besonderes Verfahren konnte 1810 ein Spielkamm mit einer neuen Arbeitsweise so hergestellt werden, daß nur noch das Abstimmen der einzelnen Zungen nötig war.
 
Ein Spielkamm ist ein Objekt aus Stahl in der Form eines Kammes mit abgestuften Zähnen von kurz nach lang.
Diese Zähne dienen als Tonzungen. Jede Tonzunge wird auf einem bestimmten Ton abgestimmt.
 
Spieldosen-Zylinder mit Stiften und Abtastzungen
Ein drehender Zylinder der mit Stahlstiften besetzt ist, tastet diese Zungen ab und bringt sie in Schwingung, wodurch eine bestimmte Melodie entsteht
Während die meisten mechanischen Musikinstrumente Klangerzeuger besitzen die auch in handgespielten
Musikinstrumenten vorkommen, handelt es sich bei dem Tonkamm um einen speziell für mechanische Musikinstrumente konzipierten Klangerzeuger.
 
Klangbeispiel einer Walzenspieldose
 
Die zart spielenden Werke traten einen Siegeszug in die ganze Welt an. In allen Ausführungen finden wir sie.
 
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blue05_next.gif Zum Vergrößern auf das Foto klicken
 
Als Spieldose im Holzkasten, als Spieluhren - eingebaut in Schmuckkästchen oder in Dosen mit tanzenden Puppen usw.
Schweizer Spieldosen fanden weiteste Verbreitung und wurden in alle Welt exportiert.
Ein großer Nachteil der Walzenspieldosen bestand jedoch in ihrem begrenzten Musikrepertoire. Meistens spielt eine Walze sechs Musikstücke. Da die Walzen nicht austauschbar waren, musste man - war man der Musik überdrüssig - eine neue Spieldose kaufen. Es gab zwar später Walzenspieldosen mit wechselbaren Walzen- diese waren aber sehr teuer.
 
 Sie besitzen eine alte Walzenspieldose?
Wollen diese reparieren? Oder Sie wollen eine alte Walzenspieldose kaufen? Auf was Sie achten sollten, und Hinweise zu einfachen Restaurierungsarbeiten finden Sie hier:     
 
 
1885/86 wurde eine völlig neue Spieldosen-Technik erfunden.
Statt einer gestifteten Walze entwickelte man die sog. Lochplatten-Spieldose.
 
Durch eine spezielle Technik gelang es, in eine runde Stahlplatte Haken/Nocken zu stanzen. Diese tasteten die Tonzungen des Kammes ab und erzeugten so die Melodie.
Die Platten konnte man auswechseln. Sie waren relativ preiswert.
So konnte man bei einer Spieldose eine Sammlung Platten anschaffen und immer wieder verschiedene Musikstücke anhören.
Im Gegensatz zu den Zylinderspieldosen bei denen die Auswahl der Musikstücke auf Grund der auf dem Zylinder gestifteten Musikstücke beschränkt war.
 
 Die Platten-Spieldose war also soetwas wie
der Vorläufer des Grammophons (!)
Im Zeitalter der beginnenden Industrialisierung wurden diese Plattenspieldosen zu Hunderttausenden hergestellt und so preisgünstig angeboten, daß sie für jedermann erschwinglich waren.
Deutschland - speziell Leipzig - entwickelte sich kurz vor der Jahrhundertwende 1900 - neben den USA - zum bedeutendsten Exportland für Mechanische Musikinstrumente.
 
Im Laufe der Zeit gingen viele Exemplare wieder verloren, doch sind noch genügend bewahrt geblieben.
Wir können sie in Privatsammlungen und Museen finden, leider oft in sehr schlechtem Zustand.
 
 
     Einige interessante Bücher zu
Selbstspielenden Mechanischen Musikinstrumenten
 
  Das absolute Standard-Werk
über selbstspielende mechanische Musikinstrumente
in engl. Sprache mit sehr vielen originalen s/w Fotos
 
Encyclopedia of Automatic
Musical Instruments
 
Q. David Bowers - Vestal-Press/New York - ISBN 0911572082
Über 1000 Seiten - Spieldosen/Spieluhren (Zylinder und Platte), Automaten, selbstspielende Orgeln,
Orchestrions, Pianos, die ganze Palette selbstspielender Instrumente mit sehr vielen Infos.
 
Antiquarische Büchersuche z.B. hier:
http://www.zvab.com/index.do  oder   http://www.abebooks.de/
 
 
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Grosse Walzen - Spieldose
mit Glockenspielwerk - 10 Titel
 
Hergestellt in der Schweiz/ Genf um 1880.
86 Tonzungen inkl. 9 Stück für 9 Glocken.
10 Musiktitel auf 38 cm Walze gestiftet.
5,5 cm Walzendurchmesser.
Laufdauer pro Titel ca. 1 min.
Werkgestell Eisen gerippt und bronziert.
Gehäuse intarsiert 65 x 31 cm, Höhe 26,5 cm. Gesamtgewicht 18 Kg.
 
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Original-Ton dieses Instruments
hier anhören ! mp3 - 344 KB
 
 ---> Klick hier für weitere Detailinfos
 
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Walzen - Spieldose
Mermod Fréres
 
Um 1895 - 6 Titel gestiftet
 
Mermod Fréres (Ste. Croix Schweiz)
Typ: Peerless Forte-Piccolo No. 370
Kamm mit 80 Tonzungen - 6 Liedtitel.
Walzenlänge 22,8 cm (9")
Durchmesser 5,5 cm.
Walze ist auswechselbar.
Zuschaltbarer Zither-Effekt vorhanden.
Mit Jacot´s Patent Safety-Check
und Liedanzeiger.
Werkgestell Eisen gerippt und bronziert.
Gehäuse aus Rosenholz-Immitation.
50 x 23 cm, Höhe 17,5 cm
 
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Original-Ton dieses Instruments
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Kleine Walzen- Spieldose
um 1890/1900 - 6 Musiktitel
 
Vermutl. in der Schweiz hergestellt.
 Kamm mit 44 Tonzungen.
6 Liedtitel.
Gehäuse aus Rosenholz-Imitation.
33 x 17,5 cm - Höhe 12 cm
 
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Für weitere Infos zu dieser Walzenspieldose auf das Foto klicken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mechanische Musikinstrumente - Einführung in Technik und Geschichte
Herbert Jüttemann - Verlag Erwin Bochinsky / Frankf. am Main 1987 - Fachbuchreihe das Musikinstrument Bd. 45
ISBN 3-923639-71-6
Sehr informativ, mit sehr vielen technischen Zeichnungen - Technik wird gut erklärt. Musikdosen, Automaten, selbstspielende Orgeln, Orchestrions, Pianos u.v.m. 344 Seiten.
 
Musikautomaten und mechanische Musikinstrumente
H. Weiss-Stauffacher. Zürich 1975, 247 Seiten. Ein schöner Bildband mit einer Fülle von Musikgeräten und guten Beschreibungen.
 
The Musical Box
Dr. Arthur W.J.G. Ord-Hume. USA 1998, 336 Seiten, 600 Abb. Das umfangreiche Werk präsentiert Hersteller, Typen, Notenblätter, eine kompl. Liste amerikanischer und britischer Patente sowie Tips zu Kauf und Reparatur.
 
Als die Musikdosen spielten    (Nur noch in Bibliotheken oder Antiquariat erhältlich)
Text:Daniel Bonhote Fotos: Fernand Rausser In Zusammenarbeit mit Fredy Baud. Mondo-Verlag AG-Lausanne
Sehr informativ im Text mit guten Fotos.
 
Die Österreichische Spielwerkmanufaktur im 19. Jahrhundert
(Nur noch in Bibliotheken oder Antiquariat erhältlich)
Luuk Goldhoorn - ISBN 90-9013186-x - Nur Zylinder Musikdosen. Einige Fotos, 175 Seiten.
 
 
 
Zwei interessante Bücher über Mechanische Automaten / Uhren / Puppen / Figuren
 
Faszinierende Welt der Automaten
Anette Beyer - Callwey-Verlag ISBN 3-7667-0659-4 - Alles über dieses Thema mit vielen Fotos. 255 Seiten.
 
Mechanische Spielfiguren aus vergangenen Zeiten
Andre Soriano - Verlag Sauret/Weber - Gute Ergänzung zu dem obigen Buch. 173 Seiten.
 
 
 
Spieluhr
Musikdose
Spieldose
Music Box
Speelklok
Speeldoos
Muziekdoosjes
Jewelry Box
Musical Box