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Der Singvogelautomaten Hersteller
- Bontems -
Frankreich / Paris
singing bird cage    birdbox     automaton music box
 antiques machines cage à oiseaux
Weitere Infos auf folgenden Seiten:
 
square30_yellow.gif  Phalibois / Paris um 1860 - Bewegungsautomat u. Vogelautomat mit Blütenbaum und Uhr
square30_yellow.gif  Bontems / Paris um 1900 - Singvogelautomat mit zwei Vögeln
square30_yellow.gif  Griesbaum Singvogelkäfig-Automaten
square30_yellow.gif  Reuge Singvogelkäfige-Automaten - Eschle Singvogelkäfig-Automaten
square30_yellow.gif  Vogelautomat mit vier echten Kolibris 20.  Jh.
square30_yellow.gif  Vogelautomaten in Wort und Bild verschiedener Hersteller
square30_yellow.gif  Nachbauten u. Fälschungen aus heutiger Zeit
square30_yellow.gif  Die Chinesische Nachtigall - Ein Märchen von Hans-Christian Andersen
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 Singvogelautomat mit 2 echten Vögeln um 1900 von Bontems
 
 
 
Singvogelautomat
mit zwei echten Vögeln um 1900
cage à oiseaux
 
Bontems / Paris
Durchmesser 28,5cm
Höhe 50 cm
 
 Beide Vögel zwitschern
abwechselnd nacheinander.
 
Kontinuierlich oder im Intervall,
also intermittierend
jeweils mit einer kurzen Pause.
 
Original-Ton dieses Automaten  
Bontems Vogelautomat
 
    Sensationell !
Einen Original Bontems-Katalog um 1900 finden Sie hier auch.
 
Dieser Singvogelkäfig wurde von dem berühmten Automatenhersteller Bontemps in Paris gefertigt.
 
 Vorderansicht des Singvogelkäfigs
 Ansicht schräg von oben.
Bontems Vogelautomat
Bontems Vogelautomat
Vorderansicht des Singvogelkäfigs
mit 2 Vögeln und Aufzugschlüssel.
Durchmesser 28,5cm
Höhe 50 cm
Ansicht schräg von oben.
Der untere Teil des Käfig
besteht aus einem stabilen
Metallblech, vermutlich vergoldet.
Die Ornamente im Metall
wurden in das Blech gedrückt.
Mit großem
Glassturz
und Holzsockel
Mit großem
Glassturz
und Holzsockel
Die Firma Bontems ist bekannt für seine hohe handwerkliche Qualität. Die beiden Vogelbälge sind echte präparierte ausgestopfte Vögel in Originalgröße.
 
 Der oben auf der Stange sitzende größere Vogel - Länge ca. 13 cm
Der auf dem Boden sitzende kleinere Vogel - Länge ca. 11 cm 
Der oben auf der Stange
sitzende größere Vogel.
Länge ca. 13 cm
Der links davon auf dem
Boden sitzende kleinere Vogel.
Länge ca. 11 cm
Der oben sitzende Vogel öffnet genau zur Tonfolge den Schnabel, bewegt den Kopf nach links und rechts und wippt mit dem Schwanz.
 
 2. Ansicht des unteren kleinen Vogels
 2. Ansicht des oberen größeren Vogels
 Detailansicht
2. Ansicht des unteren
kleinen Vogels.
2. Ansicht des oberen
größeren Vogels.
Detailansicht,
beide Vögel im Käfig.
Der unten sitzende Vogel macht die gleichen Bewegungen. Öffnet genau zur Tonfolge den Schnabel, bewegt den Kopf nach links und rechts und wippt mit dem Schwanz.
Beide Vögel zwitschern jeweils nacheinander - sie "unterhalten" sich also. Wenn einer aufhört, fängt der andere an und umgekehrt.
Um welche Singvogelart es sich handelt, ist mir leider nicht bekannt. Vermutlich kommen sie aus Afrika oder Südamerika !?
 
 Ansicht der Vögel mit Automatenmechanik
 Ansicht der Vögel mit Automatenmechanik ohne Grundplatte
Ansicht der Vögel mit Automatenmechanik
auf hölzerner runder Grundplatte,
bezogen mit beige-farbigem Samt.
Vorn der große kräftige Blasebalg.
Ansicht der Vögel mit
Automatenmechanik
ohne Grundplatte.
Außerdem hat Bontems noch eine Intervall-Funktion eingebaut. Intermittierend. Je nach Stellung des Start-Stop Hebels wird beim Zwitschern jeweils eine kurze Pause eingelegt bevor die Vögel wieder mit ihrem Gesang anfangen. Ein kontinuierliches Zwitschern ohne Pausen ist natürlich auch möglich.
 
 Vögel mit darunterliegender Automatenmechanik
Automatenmechanik kompl. ausgebaut 
Details Automatenmechanik. 
Vögel mit darunterliegender Automatenmechanik.
Automatenmechanik kompl. ausgebaut
mit stark geflicktem Blasebalg.
Details Automatenmechanik. Man sieht
sehr gut 3 der 4 Steuerscheiben,
Windflügel, Schraubenrad.
     
    Der Antrieb der gesamten Mechanik
    erfolgt über ein Federzugwerk, ähnlich
    dem bei Walzenspieldosen. Die im Federhaus gelagerte Zugfeder ist hier allerdings wesentlich stärker ausgebildet um die vielfältigen mechanischen
    Aktionen anzutreiben.
     
    Original-Ton dieses Automaten  
     
    Als da sind, großer Blasebalg und 4 Nocken-Steuerscheiben (Kurven-
    scheiben) Diese werden von 5 Fühlern abgetastet. Die Abtastbewegungen
    werden an die Messing-Kolbenpfeife
    und die Bewegungen der beiden
    Vögel weitergegeben.
     
     Details Automatenmechanik
    Ansicht unter der hölzernen Grundplatte mit Verbindungs-Drahtstangen 
    Details Automatenmechanik
    mit Steuerscheiben.
     
    Über die vier Hebel mit einer
    Auf-Ab Bewegung wird mittels
    vier Drahtstangen als
    Verbindung zu den Vögeln die Animation der beiden
    Vögel erreicht.
    Ansicht unter der hölzernen Grundplatte mit den
    vier Verbindungs
    Drahtstangen.
     
    Über diese dünnen
    Metallstangen werden
    die Auf-Ab
    Bewegungen von den
    vier Hebeln der Automatenmechanik  an die Vogelkörper weitergegeben.
    Schnabel - Kopf - Schwanz.
     1. Draufsicht auf die Mechanik
    2. Draufsicht auf die Mechanik 
    Der Blasebalg arbeitet wie in anderen pneumatischen Instrumenten.
    Mit einem Schöpfer wird über ein Ventil Luft von außen angesaugt und in einem nächsten Arbeitsgang einem Magazin zugeführt.
    Dieses Magazin verfügt über ein kleines Überdruckventil, um zu verhindern, daß zuviel Luft (der Fachmann spricht von Wind) im Magazin entsteht, so daß das Magazin platzen würde.
     
    Durch eine kleine winzige Windlade wird dieser Wind einer einzigen Pfeife zugeführt.
    1. Draufsicht auf die
     gesamte Mechanik.
    2. Draufsicht auf die
     gesamte Mechanik.
    Diese Pfeife erzeugt Töne unterschiedlicher Tonhöhe dadurch, daß sich in ihrem Hohlraum ein Kolben auf und nieder bewegt. Befindet sich der Kolben am äußeren Ende der Pfeife, so ist der Ton tiefer und umgekehrt klingt er höher.
     
    Gesteuert wird das Auf und Ab des Kolbens durch eine Scheibe auf der ein sog. Abreißer die Höhen der Kolbeneinstellungen abtastet.
     
    Gleichzeitig wird über eine zweite Steuerungsscheibe der Stecher für die Ventillade gesteuert und wie bei einer Holzwalzendrehorgel muß auch hier durch einen Stecher das Ventil geöffnet werden, um den Wind in die Pfeife zu pressen.
    Diese beiden Scheiben sind mit großer Exaktheit aufeinander abgestimmt, da es anderenfalls zu einem Verschmieren der Töne kommt.
        
     
     Eine ausfühlichere Beschreibung über die
    Funktionsweise von Vogelautomaten - mit Zeichnung -
    findet man auf dieser Seite am Ende --->   
     
     
    Es ist sehr erstaunlich, mit welcher Präzision vor über 100 Jahren gearbeitet werden konnte. Die Vogelautomaten sollten ja sehr lebnesecht aussehen und auch das Zwitschern dem Original kaum nachstehen.
     
    Video ansehen
     
    Jedes einzelnte Teilchen hat seine ihm zugewiesene spezielle Aufgabe. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Fällt eine der Komponenten aus, kann es gleich große Probleme geben.
    Insbesondere die Blasebälge sind vom Zerfall bedroht,
    die meisten sind vielfach geflickt.
     Details Automatenmechanik, Vorderseite
    Details Automatenmechanik, Vorderseite
    mit Blasebalg und Aufziehvierkant.
     Ansicht der beiden Vögel
     Alter geflickter Blasebalg......
    Eine Reparatur bzw. Restaurierung stellt
    sich oftmals als sehr problematisch heraus.
    Es sind sehr spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten nötig, welche nur wenige Spezialisten beherrschen.
    Ansicht der beiden
    Vögel, auf dem
    Boden stehend
     und auf der
    Stange sitzend.
     
     
     
     
    Die Blasebälge stellen bei diesen
    alten Automaten das größte
    Problem dar.
     Nach über 100 Jahren Benutzung,
    und den extremen Umweltbelastungen
    der letzten Jahrzehnte durch
    Zentralheizungen wird die
    Belederung spröde und rissig.
     
     
     
    Alle Bälge aus dieser Zeit sind mehr
    oder weniger in Mitleidenschaft
    gezogen. Bis hin zum totalen Defekt.
     
     
Der Singvogelautomaten Hersteller Bontems -  Paris / 72 Rue de Cléry
Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern
Original Bontems Logo
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Diesen Bontems
Singvgelautomat um 1900
in Funktion ansehen.
 
Bontems Vogelautomat 1875
Bontems Vogelautomat
um 1875
 
 
 
 
Bontems echter Vogelbalg
 Klick auf das Foto   
- Bontems -
Echter ausgestopfter Vogelbalg Blaise Bontems hatte ursprünglich sogar das präparieren und ausstopfen von Vögeln gelernt.
 
Sehen Sie sich das immer noch sehr gut erhaltene bunte Gefieder an. Nach über 100 Jahren (!)
 
Der Kopf dreht sich nach links und rechts, der Schnabel öffnet und schließt sich genau im Rhythmus der Zwitschermelodie, die Schwanzfeder bewegt sich
leicht auf und ab.
Bontems coin-operated bird cage ca. 1880
 Bontems Vogelautomat
mit Münzeinwurf
    Blaise Bontems - (Geb. 15 März 1814 Le Ménil - Gest. 1893) gründete 1849 seine Manufaktur für Singvogel-Automaten in Käfigen und vielen anderen mechanischen Spielereien in Paris.
     
    Sein Sohn Charles Bontems folgt ihm und mit Lucien Bontems wurde die Ära Bontemps beendet als er im Jahre 1956 starb.
    Noch in den letzten Produktionsjahren wurden durchschnittlich 10 Feinmechaniker mit der Herstellung dieser kleinen Wunderwerke beschäftigt.
    Bontems Vogelautomat
    Bontems Vogelautomat
    Mit dem Tode von Lucien Bontems im Jahre 1956 endete jedoch die Produktion nicht.
    Diese wurde zunächst bis zum Jahre 1960 in Paris weitergeführt.
     
    Im gleichen Jahr übernahm die Firma Reuge in St. Croix /Schweiz sämtliche Rechte sowie die gesamte Produktion der Firma Ch. Bontems & Co.
     
    Der damalige Atelierchef Herr Roger Borie wurde von Herrn Guido Reuge nach St. Croix geholt, wo er unter der direkten Leitung von Herrn Reuge die Fabrikation aufbaute und weiterführte.
    REUGE SA - Rue des Rasses 26  - 1450 Sainte-Croix (Schweiz)  - www.reuge.com
     
     
    Bontems 3-Birds in Cage.jpg 
    Bontems Automat
    Korpus aus gedrücktem Metallblech
    3 Vögel
    Bontems um 1920 Hoehe 51 cm Durchm. 28 cm
    Bontems Automat um 1920
    Korpus aus gedrücktem Metallblech
    Höhe 51 cm  - Durchm. 28 cm
     
     
    Vogelautomat von Bontems um 1880
    Bontems Vogelautomat um 1875
    In seiner Jugend hatte Blaise Bontems das Ausstopfen/Präparieren von Vögeln gelernt.
    Später fand er eine Firma welche mechanisch animierte Singvögel herstellte.
     
    1862 hatte Bontems viele ausländische Kunden und verkaufte 90% seiner Produktion
    außerhalbs Frankreichs.
     
    Seine Nachfolger waren, wie schon erwähnt, Charles Bontems und Lucien Bontems.
    Bontems um 1880
    Bontems um 1875
     
    Die Fa. Bontems verbesserte zu dieser Zeit die mechanischen Singvogel-Automaten von Pierre Jaquet-Droz so gut, daß seither bei der Produktion keine bedeutenden Änderungen vorgenommen werden mussten.
     
    Diese Vögel befanden sich in lebensechter Größe in einem Käfig. Oft war der Käfig auch mit einer Uhr kombiniert.
Bontems Vogelautomat um 1880
Bontems Vogelautomat um 1890
Blaise Bontems um 1850-80
Bontems um 1880
Holzkorpus.
Bontems um 1890
Animierte Vögel mit Schiff und Uhr.
Blaise Bontems um 1850-80
mit 2 Vögeln.
Es ist überliefert, dass Bontems das Zwitschern der Vögel möglichst genau nachzuahmen versuchte. Dazu ging Bontemps in den Wald wo er die Vögel belauschte. Er nahm eines der Instrumente mit Pfeife und Kolben mit und fand genau heraus, wo sich der Kolben in der Pfeife befinden musste, um damit die verschiedenen Noten wiederzugeben, welche die Vögel sangen.
 
Dann ging er in seine Werkstatt zurück und stellte die Nocken auf den Steuerrädern so her, dass er es ermöglichen konnte den Gesang der Vögel mit unvorstellbarer Genauigkeit nachzuahmen.
Dazu gehörten die Stimmen von Stieglitz, Grasmücke, Fink, Drossel, Kanarienvogel und Nachtigall.
 
Besonders interessant ist der originale Bontems-Katalog aus dem Jahre 1910 mit den damaligen Preisen in Goldfranken.
 
Aus diesem Katalog ist zu ersehen, daß Bontems viele internationale Auszeichnungen erhielt.
Dieses wird durch die Goldmedaillen, die auf der Vorderseite abgedruckt sind, nachgewiesen.
Dieser Katalog ist aber auch zur Verfolgung der Produktionsabläufe recht interessant.
 
 
- Seltener Bontems Produktionskatalog von 1910 -
Zum Vergrößern, klick auf die Vorschaubilder
vogelautomat bontems katalog seite 1
 
vogelautomat bontems katalog seite 2-3
Bontems-Katalog 1910  Seite 1
Bontems-Katalog 1910  Seite 2-3
vogelautomat bontems katalog seite 4-5
 
vogelautomat bontems katalog seite 6-7
Bontems-Katalog 1910  Seite 4-5
Bontems-Katalog 1910  Seite 6-7
 
Bontems stellte im Jahre 1910 nicht nur Singvogeldosen, Käfige und Uhren her, sondern auch künstliche Miniaturgärten mit Singvögeln. Siehe Seite 3 - Nr. 558.
 
Bontems Vogelautomat Jardiniere
Jardiniére von Bontems
Die Verleihung von Medaillen bei Ausstellungen und Produktionswettbewerben war seinerzeit üblich und für Werbezwecke sehr wichtig.
 
Unter anderem erhielt Bontems eine Medaille von Napoleon III. aus Frankreich und von Leopold II. aus Belgien.
 
52 Medaillen in Gold Silber und Vermeil oder Bronze wurden vom Haus Bontems gewonnen und viele Patente beantragt.
 
Es erstaunt die Tatsache, dass der Grundmechanismus in seiner Vollkommenheit bis heute keinerlei Veränderung bedurfte.
Jardiniére
(Blumen- Pflanzenständer mit eingesetzter Schale)
von Bontems um 1880/90 mit einem zwitschernden  Vogel.
- Sehr selten -
In Tabakdosen, Pendulen und Vogelkäfigen wurden ein- oder mehrere Vögel eingebaut. Ihre Bewegungen mit dem Kopf und dem Schnabel, den Flügeln und dem Schwanz waren sehr natürlich.
 
 
Auch ihr zwitschern begeisterte das Publikum.
Bontems stellte auch Volieren mit sechs und mehr Vögeln her. Sie waren auf einen Sockel montiert, der oft ausser dem Mechanismus noch ein Uhrwerk mit Zifferblatt enthielt welches die Stunden anzeigte.
 
Nach jeder Stunde begannen die Vögel zu singen.
 
Sie saßen auf einem oder mehreren Bäumen. Manche hüpften von einem Ast zum andern oder drehten sich im Kreis.Oft gab es auch einen Springbrunnen (eine gedrehte Glassäule schuf diese Illusion) oder einen Schmetterling, der zum Gesang der Vögel mit den Flügeln schlug, alles unter einem Glasdom untergebracht.
Früher Vogelautomat von Bontems - unrestauriert
 
Früher Bontems Vogelautomat
mit 2 Vögeln, Holzkorpus.
 
Unrestauriert (!)
Früher Vogelautomat von Bontems - unrestauriert
 
Früher Bontems Vogelautomat
mit 2 Vögeln, Holzkorpus.
 
Unrestauriert (!)
Zwei Original Vogelbälge eines Vogelautomaten von Bontems - unrestauriert
Früher Bontems Vogelautomat
mit 2 Vögeln, Holzkorpus.
 
Unrestauriert (!)
 
 
Zwischen 1870 und 1900 war die Aktivität der
Firma Bontems in Paris besonders lebhaft.
 
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Ein Bontemps Vogelkäfig Automat um 1880
Interessante Einblicke in die Steuerungsmechanik.
Höhe 46 cm Korpus 13,5 x 22 x 22 cm
 
- Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern -
 
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 01.jpg
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 03.jpg
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 02.jpg
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 04.jpg
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Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 13.jpg
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 14.jpg
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 17.jpg
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 16.jpg
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 05.jpg
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 06.jpg
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Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 08.jpg
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 07.jpg
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 11.jpg
Bontemps um 1880 - Hoch 46 cm 13,5 x 22 x 22 cm - 12.jpg
 
 
 
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Auf den Vogel klicken !
 
Video dieses außergewöhnlichen Singvogelautomaten ansehen.
 
Der Zwitscherautomat im Deutschen Museum/ München in Aktion.
 
 
 
Singvogelautomat von Blaise Bontemps
 
Paris 19. Jahrhundert mit zehn Vögeln,
vier Schmetterlingen und einem Wasserfall.
 
Zu den international bekannten mechanischen Musikinstrumenten im Deutschen Museum in München gehört der sog. Zwitscherautomat mit Vogelstimmen. Hergestellt von Blaise Bontemps in Paris um 1875.
 
Die Vögel singen, bewegen dabei ihre Köpfchen, schlagen mit den Flügeln oder trinken am täuschend nachgeahmten Wasserfall. Auch einige Schmetterlinge flattern. Den Gesang der Vögel erzeugen kleine Kolbenpfeifen. Alles angetrieben durch 4 getrennte Federwerke.
 
Mechanik der Flötentöne
Es betätigt zunächst einen Blasebalg, einen so genannten Doppelschöpfer. Wenn der eine Schöpfbalg aufgezogen wird, so wird gleichzeitig der andere zusammengedrückt und presst seine Luft * der Orgelbauer sagt seit alters her Wind * in einen Magazinbalg.
 
Durch diesen steten Wechsel der beiden Schöpfer wird das Magazin immer gefüllt gehalten, während bei geringem Windverbrauch ein Überdruckventil geöffnet wird, um ein Platzen des Magazinbalges zu verhindern.
Der Wind gelangt dann in eine kleine Windlade, auf welcher die Pfeife steht. Sie ist im Prinzip einer Blockflöte ähnlich, doch werden die unterschiedlichen Tonhöhen nicht durch Abgreifen von Tonlöchern, sondern durch einen Kolben erzeugt, der sich im Inneren der Pfeife auf und ab bewegt.
 
Wenn sich der Kolben ganz am oberen Ende der Pfeife befindet, der eingeschlossene Luftraum also maximal lang ist, entsteht der tiefste Ton, je weiter der Kolben in die Pfeife hinein geschoben wird, je kleiner also der Luftraum wird, desto höher wird der Ton.
Die Bewegung des Kolbens ist auf einer Kurvenscheibe gespeichert, von ihr nimmt ein Taster die Kurven ab und überträgt die entsprechende Stellung auf den Kolben.
 
Mechanik des Gezwitschers
Diese Mechanik erzeugt aber nur flötende Töne, für das typische Gezwitscher eines Vogels ist eine zweite Scheibe notwendig, die ihrer andersartigen Einschnitte wegen auch Zackenscheibe genannt wird.
Hier sind ebenfalls unterschiedliche Höhen eingeschnitten, die wieder von einem Taster abgenommen werden. Dieser steuert die Luftzufuhr zur Pfeife mit Hilfe eines Ventils in der Windlade, indem er bei den Veränderungen der Tonhöhe kurzzeitig das Ventil schließt, damit den Ton unterbricht und durch den raschen Wiedereinsatz das typische Zwitschern erzeugt.
Die Gravierungen dieser beiden Scheiben müssen sehr genau aufeinander abgestimmt sein, um ein Verschmieren der Töne zu verhindern und einen der jeweiligen Vogelart entsprechenden Gesang entstehen zu lassen.
 
Bewegungen der Vögel
Die Bewegungen der Vögel sind ebenfalls auf Kurvenscheiben gespeichert, werden aber auch mit Hilfe von Exzenterscheiben erzeugt. So kann der Vogel den Schnabel im Rhythmus des Gesanges öffnen, er bewegt Kopf und Schwanz und flattert mit dem Gefieder. Auch hier haben die Erzeuger solcher Wunderwerke die typischen Bewegungen des jeweiligen Vogels genau nachgeahmt. Das ununterbrochene Fließen des Wasserfalls Imitiert ein gleichmäßig sich drehender, spiralförmig gezogener Glasstab.
 
Zehn Vögel und vier Schmetterlinge zur gleichen Zeit
Die meisten Vogelautomaten sind nur mit einem Vogel besetzt. Hier reicht ein Federwerk aus, um Gesang und Bewegungen zu erzeugen.
Auch die selteneren Instrumente mit zwei oder drei Vögeln werden noch von einem Federwerk angetrieben.
Der Automat des Deutschen Museums besitzt zehn Vögel, vier Schmetterlinge und den Wasserfall. Zu deren Antrieb sind vier Federwerke notwendig, die einzeln aufgezogen werden müssen.
Blaise Bontemps Ende 19. Jh. Höhe. 58 cm
Noch ein Beispiel von Blaise Bontemps
Ende 19. Jh. Höhe 58 cm
Das stärkste Werk bewegt vier Kolibris, die singend von Zweig zu Zweig flattern, ein fünfter Kolibri sitzt brütend auf seinem Nest. Es bewegt auch den Wasserfall, von dem ein Vogel trinkt, und schließlich noch einen Vogel auf der gegenüberliegenden Seite, der nach einem Wurm pickt.
 
Das zweite Werk imitiert nur die Nachtigall mit Gesang und Bewegung, das dritte einen anderen Vogel, der sich ebenfalls bewegt und dabei singt. Das letzte Federwerk lässt die vier Schmetterlinge flattern, dazu schaut ein Vogel aus seiner Nesthöhle im Baum, er blickt heraus und zieht sich dann wieder zurück.
 
 
In Tabakdosen, Pendulen und Vogelkäfigen wurden ein- oder mehrere Vögel eingebaut. Ihre Bewegungen mit dem Kopf und dem Schnabel, den Flügeln und dem Schwanz waren sehr natürlich. Auch ihr zwitschern begeisterte das Publikum.
 
Bontems Vogelautomat Bewegungsautomat
Bontems Vogelautomat Bewegungsautomat
Bontems stellte auch "lebendige
Landschaften" mit springenden,
sich drehenden und zwitschernden Vögeln her.
 
Echte getrocknete Blätter mit
Uhr in Pappmaché Landschaft.
 
Wie der berühmte Hersteller
Phalibois, ebenfalls in Paris.
 
Infos zu PHALIBOIS hier:
 
 
 
Bontems stellte auch Volieren mit sechs und mehr Vögeln her. Sie waren auf einen Sockel montiert, der oft ausser dem Mechanismus noch ein Uhrwerk mit Zifferblatt enthielt. das die Stunden anzeigte.
 
Nach jeder Stunde begannen die Vögel zu singen. Sie saßen auf einem oder mehreren Bäumen. Manche hüpften von einem Ast zum andern oder drehten sich im Kreis.
 
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