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Wiener Portaluhren
Empire / Biedermeier
Österreichische Kommodenuhren - Stutzuhren -
Hausmeisteruhren - um 1800 bis 1850
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 Was ist eine Portaluhr?

Eine Portaluhr ist eine Tischuhr - in Österreich auch als Kommodenuhr bekannt - bei der das Uhrwerk mit Zifferblatt und Pendel zwischen Säulen aufgehängt ist. Auch die Bezeichnung "Hausmeisteruhr" ist geläufig.

Uhrwerk und Zifferblatt bilden mit dem Sockel sowie dem Gebälk=Dach ein portalartiges und offenes Gehäuse.

Vorläufer der Portaluhr sind bereits aus dem 17. Jahrhundert bekannt. Allgemein verbreitet ist sie vom späten 18. Jahrhundert bis zum Empire, Spätklassizismus und Biedermeier.

Am bekanntesten sind die eleganten französischen Portaluhren aus Marmor mit Bronzeapplikationen, sowie deren "Schwestern" die Wiener Portaluhren welche meist eine Holzkorpus hatten.

Wiener Stockuhren / Portaluhren

Das Wiener Stockuhrwerk - hier in seiner Ausprägung als Portaluhr - war im süddeutschen Raum und Österreich zwischen 1820 und 1850 üblich. Es hatte normalerweise eine Gangdauer von ca. 40 Stunden.

Das Aussehen und die Vielfalt dieser Uhrentype aus dem Süddeutsch/Österreichischem Raum war schier unendlich groß.

Die Phantasie der Gehäusemacher hat sich bei den Österreichischen Portaluhren nach allen Richtungen ausgelebt. Einfache, strenge Aufbauten nach den französischen Vorbildern, wechseln mit einreihigen Säulenkolonnaden vor Spiegelhintergründen ab.

Viele dieser Stockuhrwerke wurden in kleinen Sonderbetrieben in Wien hergestellt und in großen Mengen nach dem Osten - Polen, Ungarn, Balkan - exportiert, dort lokal zusammengebaut und auch lokal - meist am Zifferblatt - signiert.

Häufig findet man ganz besondere Attribute bei diesen Portaluhren.

Über dem Zifferblatt gab es Automatenfiguren wie Schleifer und Schmiede, Glockenschläger und andere Szenen. In viele dieser Stockuhren - besonders bei Portaluhren - wurde im unteren Sockel eine Walzen-Spieldose (Spieluhr) eingebaut. Die spielte ihre bezaubernde Melodie z.B. nach  jeder vollen Stunde ab.

Die Schlagwerke wurden hier meistens durch einen sog. Rechen gesteuert. Daher der Name "Rechenschlagwerk".

Im Gegensatz zu den typisch französischen Pendulenwerken mit ihrer Schlagwerksteuerung über eine Schlossscheibe, können die Zeiger hier problemlos auf die neue Zeit - nach evt. stehen bleiben des Uhrwerks - gestellt werden. Die richtige Schlagfolge synchronisiert sich hier automatisch.
 
Oft ist ein sog. voller Viertelstunden-Repetierschlag auf 2 verschieden klingenden Tonfedern vorhanden.
 
Auch bezeichnet ---> Vierviertelschlag mit vollem Nachschlag - auch 4/4-Schlag, Wiener Vierviertelschlag oder Wiener-Vollstundenschlag. Hier wird nach jedem Viertelschlag die volle vergangene Stunde nachgeschlagen. Genauer gesagt,  zuerst wird jedes Viertel angeschlagen. Nach diesem Viertelschlag wird danach auf einer anders klingenden Tonfeder die derzeitige Stunde nachgeschlagen.
Das sind in 24 Stunden zusammen 864 Schläge (!)
 
  
 
Bildergalerie
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01 Klassizistische Portaluhr um 1810
 
Federzugwerk, Stundenschlagwerk auf Glocke, Hakengang, Repetée, eingebautes Walzen-Spielwerk mit automatischer
Auslösung des Spielwerkes vom Uhrwerk, Gehäuse Pappelmaser
furniert, 2 gedrechselte Alabastersäulen.
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02 Empire Portaluhr um 1800-1815
 
1/4-Stundenschlag, Federzugwerk auf zwei Tonfedern, Fadenpendelaufhängung, Hakengang, Repetée, Emailzifferring mit arabischen Zahlen für Stunden-, Minuten- und Datumsanzeige, Gehäuse Mahagoni furniert, teilweise ebonisiert mit vier Alabastersäulen und Halbsäulen, reiche Messingapplikationen mit geschnitzten vergoldeten Sphinxen verziert. Höhe 65 cm.
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03 Empire Portaluhr um 1810/20
 
4/4-Stunden Federzugwerk Rechenschlagwerk auf 2 Glocken, Repetition, Hakengang, emailliertes Zifferblatt für Datums-, Stunden- und Minuten-anzeige. Fadenregulierung, Holzgehäuse mit
Karyatiden und Säulenverzierungen, teilweise Gold gefasst,
ergänzter Applikations- beschlag mit Spiegelrückwand.
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04 Späte Empire-Portaluhr
 
4/4-Stunden Federzugwerk, Rechenschlagwerk auf Tonfedern,
Hakengang u. Fadenpendelregulierung, (Stundenschlagauslösung), Gangdauer 30 Stunden, emailliertes Zifferblatt für Stunden- und
Minutenanzeige, zentrale Datumsanzeige, beim Viertelstunden-
schlag Stahlzeiger, reich gegliedertes Stufenunterteil, von Säulen
und 2 Atlanten getragenes Oberteil, Ahorn furnierter Sockelboden
mit aufgemalter Intarsienimitation, reichlicher Schmuck in Form
von Messingapplikationen, im Bekrönungsaufsatz geprägtes
Messingmedaillon, bezeichnet Arthur Marquis von Wellington,
alles auf Alabasterfüßchen, Gesamthöhe 62 cm, Lünette Ø 15 cm.
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 05 Portaluhr um 1830/40
 
1/2-Stunden-Federzugwerk. Rechenschlagwerk auf Tonfeder,
Repetition, Hakengang, guillochiertes Zifferblatt für Stunden- u. Minutenanzeige, furniertes schwarz mattiertes Gehäuse, teilweise
gold gefasst, Alabastersäulen.
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06 Portaluhr - 1. Viertel 19. Jahrh.
 
Messingfederzug, Rechenschlagwerk mit 4/4-Schlag auf Tonfedern, Gangdauer 1 Tag, Repetition, Hakengang, Datumsanzeige, Fadenpendelaufhängung Emailzifferblatt mit arabischen Ziffern
und Minutenring, zentraler Datumsring, gebläute Stahlblechzeiger, Zifferblatt bez. Peter Mayer in Papa, mahagonisiertes Gehäuse mit Spiegelrückwand, bemalter Boden als Intarsienimitation, reich gegliederter Pendelraumabschluss unter Verwendung von 2 zarten Alabastersäulen, Messingapplikationen und Adlerbekrönung aus Metallguss, Höhe ohne Sockel 65 cm.
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07 Portaluhr um 1840
 
Messing Federzugwerk mit 1/4-Stundenschlag, Fadenpendelaufhängung, Messingzifferblatt mit versilbertem
Zifferring, Datumsrad, im Sockel eingebautes Zungenspielwerk, trommelförmiges Gehäuse auf Alabastersäulen, 2 gemalte Aquarellansichten von Wien.
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08 Empire Automaten Portaluhr - Wien um 1810
 
Sog. Glockenschläger, Wiener 4/4-Federzug, Rechenschlagwerk
auf Tonfedern, Repetition, Ankergang, emaillierte Zifferscheibe für Stunden- und Minutenanzeige mit Automatenapplikation in Form
zweier Glockenschläge, portalförmiges, über Atlanten getragenes Gehäuse, teilweise Birne furniert, ebonisiert und ornamental
staffiert, teilweise ergänzter Zierbeschlag mit Porträtmedaillon des Fürsten Schwarzenberg, Höhe 63 cm.
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09 Josefinische Portaluhr um 1800-1810
 
1/4-Stundenschlag, Federzugwerk, auf zwei Glocken, Hakengang, Repetition, Fadenpendelregulierung, Rückplatine, beschriftet
Gotf. A. Veipler in Leippaz? Emailzifferblatt mit arabischen Zahlen, beschnitztes bronziertes Holzgehäuse, mit vier Laden, Rückwand
mit Spiegeleinsatz, Höhe 59,5 cm, Breite 39 cm.
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10 Empire-Portaluhr um 1810/20
 
1/4-Stundenschlag, Messing-Federzugwerk auf 2 Glocken, Fadenpendelregulierung, Repetition, Emailzifferblatt mit arab.
Zahlen für Stunden-, Minuten- Datumsanzeige, beschriftet DANIEL KUNKLER IN ST. GALLEN, Gehäuse Wurzelholz furniert und mit verschiedene Edelhölzern intarsiert, 2 Alabastersäulen und
Zierteile, reichvergol- dete Messingappli- kationen.
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11 Biedermeier-Portaluhr - erstes Drittel 19. Jahrh.
 
1/2-Stundenschlag, Messing-Federzugwerk schlagend auf Tonfeder, Fadenpendelregulierung, Hakengang, Repetition, emailliertes
Zifferblatt mit römischen Zahlen, poliertes, braun-schwarz gebeiztes Hartholz- gehäuse mit vergoldeten Messingapplikationen, vier Ahornsäulen.
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12 Frühe Portaluhr - erstes Drittel 19. Jahrh.
 
Messing-Federzugwerk mit beweglichem Automat, Schmiedender
Engel, 1/2-Stundenschlag auf Tonfeder, Hakengang, Fadenpendelregulierung, Emailzifferring mit arabischen Zahlen, verspiegeltes Holzgehäuse, mit vier Alabaster- säulen, zarte
Messingapplikationen.
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13 Portaluhr - 2. Viertel 19. Jh.
 
Messingfederzugwerk mit 1/4-Stundenschlag auf Tonfedern, Fadenpendelaufhängung, versilbertes Zifferblatt, trommel-
förmiges Gehäuse auf Alabastersäulen, schwarz poliert, im
Giebel Vitrine mit Blumendekor.

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 14 Portaluhr mit Spielwerk - um 1835/40
 
Sogenannte Hausmeisteruhr, Wiener 4/4-Stunden Federzug- Rechenschlagwerk auf Tonfedern, Repetition, Schlagwerkabstellung, Hakengang, emailliertes Zifferblatt für Stunden- und Minutenanzeige, architektonisch über Alabastersäulen gegliedertes schwarz mattiertes Gehäuse, mit Aquarell-Veduteneinlage, Höhe 60 cm.

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 15 Portaluhr - 1. Hälfte 19. Jh.
 
Halbstundenschlag, Messing, Federzugwerk auf Tonfeder, Hakengang, Emailzifferblatt mit römischen Zahlen, gebläute Stahlzeiger, eingebautes Walzenspielwerk, zwei Melodien
spielend mit Auslösung über die volle Stunde, furniertes ebonisiertes Holzgehäuse mit Alabastersäulen und vergoldetem Schnitzwerk, Applikationen und Hinterglasbild.

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 16 Portaluhrr - erstes Viertel 19. Jh.
 
mit Automatenfunktion, Vierviertelstunden Federzug- Rechenschlagwerk, auf Tonfedern, Repetition, Schlagwerkabstellung, Hakengang, emaillierter Zifferring, guillochiertes Zentralfeld, bäuerliche Automatenszene, portalförmiges ahornfurniertes mahagonisiertes Gehäuse, geschnitzte Mittelkaryatide, in Form eines Türken, Höhe 60 cm.

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 17 Empire Kommodenuhr - Anfang 19. Jh.
 
Viertelstundenschlag-Messing-Federzugwerk auf zwei
Tonfedern, kleiner und großer Schlag, Hakengang, Fadenpendelregulierung, Repetee, Emailzifferblatt mit
arabischen Zahlen für Stunden-, Minuten- und Datumsanzeige, Gehäuse in Tempelform, maserholzfurniert, zarte Marketerie, Säulen, Pilaster, Füße und Bekrönungen aus Alabaster,
reiche teilweise vergoldete Applikationen, verspiegelte
Rückwand, Höhe 51 cm.

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 18 Kleine frühe Biedermeier-Portaluhr - Wien um 1820
 
1/2-Stunden-Federzugwerk-Rechenschlagwerk auf Tonfeder, Hakengang, Zifferblatt mit emailliertem Ring und guillochiertem Mittelfeld, portalförmiges Ahorn furniertes, mahagonisiertes Gehäuse mit Alabastersäulen und geschnitzten, bronzierten Assistenzapplikationen, Höhe 46 cm.

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 19 Biedermeier-Kommodenuhr - um 1835/40
 
Vierviertelstunden Federzug-Rechenschlagwerk auf Tonfedern, Repetition, Hakengang, guillochiertes Zifferblatt, über Alabastersäulen gegliedertes, schwarz mattiertes Gehäuse mit Perlmuttapplikationen und einer im Giebel eingebauten Vitrine
mit Blumendekor, 64 x 38 cm.

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 20 Portaluhr mit Automat - Wien um 1820/30
 
4/4-Stunden Federzug-Rechenschlagwerk auf Tonfedern
mit einer Auslösung eines Automaten mit der Darstellung zur Holzverarbeitung, Repetition, Schlagwerkabstellung, Hakengang, Fadenpendelregulierung, skelettiertes Zifferblatt mit emaillierten Ringen für Datum, Stunden- und Minutenanzeige, portalförmiges, Birne furniertes ehemals schwarz mattiertes Gehäuse auf Alabastersäulen, Höhe 50 cm.

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 21 Portaluhr - Anfang 19. Jarh.
 
1/4-Stundenschlag, Messing-Federzugwerk auf zwei Tonfedern, Hakengang, Fadenpendelregulierung, Repetee, guillochiertes Mittelteil mit weiß emailliertem Zifferring und arabischen Zahlen
für Stundenanzeige, furniertes, poliertes Weichholzgehäuse mit reichen tlw. vergoldeten Applikationen, vier Alabastersäulen und sieben Alabasterfüßen, Höhe 56 cm.

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 22  Portaluhr mit Automat - um 1830
 
Messingfederzugwerk mit 1/2-Stundenschlag, Hakenhemmung, Repetition, Messingzifferblatt mit schleifendem Amor der
Allegorie des Glückes, emaillierter Zifferring, furniertes Gehäuse, Messingapplikationen.

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 23  Frühe Portaluhr - Wien 1820
 
1/4-Stundenschlag, Messing-Federzugwerk auf 2 Tonfedern, Repetition, Hakengang, Fadenpendelregulierung, weiß
emailliertes Zifferblatt mit römischen Zahlen, Gehäuse furniert, mahagonifarben gebeizt, 4 Alabastersäulen, vergoldete Applikationen,  Höhe 65 cm.

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 24 Biedermeier Portaluhr - Österreich um 1840
 
Rechteckiges Vollplatinen-Messingwerk, signiert Franz
Omnitsch in PottendorfAnkerhemmung, Federzug, Gangdauer 1 Tag, 4/4- Stundenschlagwerk, , Repetitionsfunktion, Schlagabstellung, Datumsanzeige, weiß emaillierte Zifferringe, pfeilförmige, gebläute Stahlzeiger, guillochierte Zifferblätter, guillochierte, verglaste Lunette, ebonisiertes Holzgehäuse, 4 Alabastersäulen, geschnitzte und Gold gefasste Kapitäle und vasenförmiger Aufsatz, 56 cm.

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 25 Übergroße Empire Portaluhr mit Spielwerk - Wien um 1810
 
bez. Joseph Schwimmann in Wien, großes rechteckiges Messingplatinenwerk, Federzug, Ankerhemmung, Gangdauer 1-2 Tage, Datumsfunktion, Wiener 4/4-Stundenrechenschlagwerk auf Tonfedern, Repetitionsfunktion, Schlagwerkabstellung, elegantes, bombiertes Emailzifferblatt, Datumsskala, bombiertes Glas, pfeilförmige gebläute Stahlzeiger, Walzenspielwerk, signiert Olbrich Nr. 991, 3 Melodien, gut proportioniertes, großes nussholzfurniertes Gehäuse, elegante Alabstersäulen, Alabasterkugeln, vergoldete Messingapplikationen, zwei Krieger mit Speer sowie Adler holzgeschnitzt, Gold und schwarz gefaßt, aufwändige Intarsien, Spiegel, Höhe 80 cm.

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 26 Empire Portaluhr - Österreich um 1820
 
Rechteckiges Vollplatinen Messinguhrwerk, Ivan Mechal- Prag, Federzug, Ankerhemmung, Gangdauer 1-2 Tage, Wiener 4/4- Stundenschlagwerk auf Tonfedern, bombiertes Emailzifferblatt
mit arabischen Ziffern, gebläute Stahlzeiger, elegantes
hellbraunes und schwarzes, verspiegeltes Portalgehäuse,
gemalte Marketterien, Alabastersäulen, geschnitzter Holzadler, vergoldete Applikationen, Alabasterfüße, 64 cm.

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 27 Wiener Biedermeier Portaluhr mit Automaten und Spielwerk       Österreich um 1840
 
Rechteckiges Messingvollplatinenwerk, Federzug, Ankerhemmung, Gangdauer 1-2 Tage, Fadenpendelaufhängung, Wiener 4/4- Stundenschlagwerk auf Tonfedern, emaillierter Zifferring, bemaltes Zifferblatt, eine sich drehende Sonne mit Stein, Viertelstundenschlagwerk, zwei sich zuprostende Figuren, Stundenschlag: ein sich drehendes Karusell, Spielwerkauslösung zur vollen Stunde, Schlagabstellung, Repetitionsfunktion,
Spielwerk signiert Willenbacher & Rzenitschek in Prag, guillochierte Lunette, Stahlzeiger, verspiegeltes viersäuliges Holzgehäuse, gemalte Marketterien, geschnitzte goldgefasste Drachen- und Adleraufsätze, Messingapplikationen, Höhe 63 cm.

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 28 Portaluhr - Österreich um 1830
 
Halbrundes Vollplatinen Messingwerk, Federzug, Ankerhemmung, Gangdauer 1 Tag, 4/4 Stundenschlagwerk auf Tonfedern, Repetitionsfunktion, bombiertes Emailzifferblatt, fein randerierte verglaste Lunette, Stahlzeiger, rötlich braunes Holzgehäuse, 5 Alabastersäulen, originale, geschnitzte und gold gefaßte Aufsätze in Form eines Adlers und zweier blumenhaltender Drachen, vergoldete Applikationen, 3 Spiegel, 68 cm.
 
  
Die Formenvielfalt dieser
Kommodenuhren/Portaluhren ist sehr groß (!)
 
Beim Erwerb dieser 150-200 Jahre alten Kunstwerke ist besonders der mechanische Zustand des Uhrwerks zu beachten.
Sie ticken nicht so fein wie ihre französichen Schwestern, sondern sind relativ laut mit ihrer doch einfachen aber robusten Hakenhemmung.
 
Die Ganggenauigkeit ist nicht so hoch wie bei den feineren Pariser Werken. Sie laufen nur max. 40 Stunden statt 8 -14 Tg. wie bei den Pariser Werken.
 
Es sind eigentlich unproblematische "gutmütige" Werke, welche aber - wenn sie jahrzehntelang nie gewartet wurden - auch oft Schäden aufweisen können. Auch bei der korrekten Schlagwerkauslösung und Schlagabfolge kann es durch jahrzehntelange Abnutzung zu Problemen kommen.
 
Insbesondere die Vier-Viertel Schlagwerke sind anfällig für Aussetzer.
Besonders die sog. Minutenwelle (Zentralwelle auf welcher die Zeiger gesteckt sind) ist an der Spitze oft beschädigt.
An dieser Stelle ist durch die sehr dünne Welle ein feines Loch gebohrt, in welchem ein konischer Vorsteckstift sitzt.
Dieser hält unter Federdruck die Zeiger reibschlüssig fest. Dieses Loch ist oft ausgefranst. Oder das eigentliche Loch ist seitlich offen. Der Vorsteckstift hält nicht mehr fest genug. Früher oder später bleiben dann die Zeiger stehen.
 
Empfehlenswertes und sehr gesuchtes Buch zu Wiener Uhren:
 
Antiquarische Büchersuche z.B. hier: http://www.zvab.com/index.do   oder   http://www.abebooks.de/
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Frederick Kaltenböck
Die Wiener Uhr
 
Callwey-Verlag 1988 - 261 Seiten - ISBN 3 7667 0899 6
Die Zielsetzung dieses Buches ist eine umfassende Darstellung der Produktion
von Klein- und Großuhren im Wiener Raum.
Der Autor stellt die Entwicklungsgeschichte des Uhrmacher Gewerbe in Wien anhand
von Abbildungen und Skizzen im Text in Verbindung mit historischen und soziologischen
Fakten.
Der Schwerpunkt dieses Buches liegt im Bilderteil mit Taschen - , Phantasie - , Reise - , Pendel - , Dachl - , Laterndl - und Kutscher Uhren.
Außerdem ist im Buch ein Namensverzeichnis der Wiener Uhrmacher dieser Zeit enthalten.